Autoverwertung – Eine Aufgabe für den Fachmann
Deutschlands derzeit bekanntesten Autoverwerten sind wohl die Ludof-Brüder aus Dernbach im Landkreis Neuwied. Eine Doku-Soap im Fernsehen hat die vier Brüder zu bekannten Kult-Schraubern gemacht. Die TV-Serie bietet einen Einblick in den alltäglichen Wahnsinn der Ludolf Autoverwertung und lässt den Zuschauer mal staunen, mal fassungslos mit dem Kopf schütteln. Als Autoverwerter schlachten sie alte Fahrzeuge aus, bei denen sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, die bei einem Unfall einen Totalschaden erlitten haben oder die einfach nicht mehr verkehrssicher sind und die begehrte TÜV-Plakette nicht mehr bekommen haben. Sie bauen alles aus, was sich irgendwie noch verwerten lässt. Motoren, Getriebe und Lichtmaschinen sind genauso brauchbar wie gut erhaltene Innenausstattung wie Sitze, Ablagen oder Türverkleidungen. Aber auch Hauben, Türen und Elektroteile wie Scheinwerfer, Rückleuchten oder Schalter sind beliebte Ersatzteile. Peter Ludolf, Geschäftsführer und Lagermeister, ist Herr über alle Ersatzteile. Eine Computer gestützte Verwaltung der unzähligen Ersatzteile gibt es nicht. Peter Ludof weiß, wo was liegt. Sein Bruder Günter ist für die Kundenberatung zuständig und nimmt deren Wünsche entgegen. „Linker Außenspiegel, Opel Rekord E, Baujahr 1985“ – kein Thema. Peter Ludolf verschwindet hinter meterhohen Bergen von Ersatzteilen, die einfach auf dem Boden gestapelt sind. Am für den Laien unüberschaubaren Berg von Außenspiegeln angekommen, genügt ein Griff und Peter Ludof hat gefunden, was der Kunde sucht. Die Ludolfs haben einfach alles – aus ganz Deutschland reisen Auto-Verrückte an, um die Ludolfs kennen zu lernen und absolute Ersatzteil-Raritäten zu ergattern. Die Ludolfs machten Autoverwertung zum Kult.
Warum müssen Autos verwertet werden?
Bei der Autoverwertung geht es jedoch nicht ausschließlich darum, Autos möglichst gewinnbringend auszuschlachten. Die Autoverwertung ist in Deutschland Pflicht. Der letzte Besitzer eines Fahrzeuges muss es fachgerecht entsorgen lassen und sich die Verwertung schriftlich bestätigen lassen. Das Ordnungsamt kann jederzeit nach diesen Unterlagen fragen, ist man nicht im Besitz dieses Verwertungsnachweisen, geht das Amt üblicherweise von einer illegalen Entsorgung aus und verhängt ein Bußgeld. Seit 2000 sind Autohersteller auf Grund der Altfahrzeugverordnung dazu verpflichtet, ihre Fahrzeuge unentgeltlich zurückzunehmen, dazu kooperieren sie meist mit anerkannten Auto-Demontage-Betrieben
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