Die kleinste Umweltzone Deutschlands
Seit Anfang des Jahres sind in Berlin, Köln und Hannover so genannte Umweltzonen ausgewiesen. Hier dürfen nur noch Autos mit entsprechenden Umweltplaketten fahren. Ganze Innenstädte zur Umweltzone zu erklären, können viele Autofahrer wohl noch nachvollziehen, doch Dortmund hat die wohl kleinste Umweltzone Deutschlands:
Auszug aus der Erklärung zur Umweltzone von der offiziellen Homepage der Stadt Dortmund: “Konkret ist für die Stadt Dortmund im Rahmen der Aufstellung des Luftreinhalteplans Dortmund ein 300 m langer Abschnitt der Brackeler Straße zwischen Borsigplatz und der Einmündung “Im Spähenfelde” als Umweltzone ausgewiesen. Die Durchfahrt ist nur noch Fahrzeugen der Schadstoffgruppen 3 und 4 erlaubt. Damit muss Ihr Fahrzeug eine gelbe oder grüne Plakette aufweisen, wenn sie diesen Streckenabschnitt befahren wollen. Der Luftreinhalteplan ist am 12.01.2008 in Kraft getreten.”
Das Portal autobild.de lieferte vor wenigen Tagen die Erklärung: “Der einzige Grund für die Einrichtung der Umweltzone: Die Stadt Dortmund kann nun nicht mehr verklagt werden. Denn laut Bundes-Imissionsschutzgesetz (BImSchG) hat jeder Bürger das Recht auf saubere Luft. “Zielgerichtet ist das nicht”, sagt Peter Meintz, Sprecher des ADAC Westfalen. “Die Autos sind doch gar nicht die Hauptverursacher für den Feinstaub.” Viele Mitglieder hätten sich bereits gemeldet und ihrem Ärger Luft gemacht. Den Arnsberger Regierungspräsident Helmut Diegel lässt die Kritik kalt. Ein Luftreinhalteplan sei schließlich kein Wunschkonzert, und man habe die Vorgaben der EU zu erfüllen. Klar ist: Auch die Stadt Dortmund ist mit der Lösung nicht glücklich. “Für die Autofahrer hätte ich mir eine große Umweltzone gewünscht”, sagt Umweltdezernent Wilhelm Steitz.
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