28th März 2008

Biosprit gefährdet 3 Millionen Autos

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Rund 3 Millionen Fahrzeugen werden den neuen E10 genannten Kraftstoff mit einem 10prozentigen Anteil von Bioethanol nicht vertragen. Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Pkw, die durch Kraftstoff geschädigt werden könnten, ist damit offenbar wesentlich größer als bisher angenommen. Das berichtet ZEIT Online und bezieht sich auf Stimmen aus Regierungskreisen.

Darunter seien nach Angaben des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA) 315.000 Fahrzeuge deutscher Hersteller und zwei bis drei Millionen Pkw ausländischer Produzenten. Dies hätten Recherchen des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) ergeben.

Der Automobilklub will heute die Ergebnisse eigener Recherchen bei den Automobilherstellern veröffentlichen. Ein Sprecher des bestätigte ZEIT Online die “Größenordnung von 3 Millionen Fahrzeugen”, die den E10-Kraftstoff nicht vertragen. Die Recherche sei allerdings noch nicht abgeschlossen, sagte der -Sprecher.

Die Bundesregierung will zum Zwecke des Klimaschutz den Bioethanolanteil im Benzin von 5 auf 10 Prozent erhöhen. Bisher hieß es, dass nur 375.000 schon zugelassene Fahrzeuge den E10-Kraftstoff nicht vertragen. Die vom VDA genannte Ziffer bezog sich allerdings nur auf Fahrzeuge aus deutscher Produktion; die ausländischen Hersteller hatten bisher keine Zahlen genannt.

Weil Zweifel an der genannten Summe von Fahrzeugen entstanden waren, die wegen Unverträglichkeit des E10-Kraftstoffs auf das teure Super-Plus ausweichen müssten, hatte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel Mitte Februar verlässliche Angaben über die Zahl der betroffenen Fahrzeuge gefordert. Sollte diese Zahl der von den technischen Problemen Betroffenen wesentlich höher sein als die damals genannten 375.000 Fahrzeuge, müsse über das Biospritziel von 10 Prozent “neu nachgedacht werden”, hatte Gabriel damals angekündigt.

Mehr unter www.zeit.de

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