Acht von zehn in Flensburg registrierten Verkehrssündern sind Männer
Das Kraftfahrt Bundesamt (KBA) in Flensburg hat den Jahresbericht 2007 veröffentlicht. Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) stellt die interessantesten Fakten vor.
Im Jahr 2007 gingen beim Verkehrszentralregister rund 5,39 Millionen registrierpflichtige Entscheidungen über Verkehrsverstöße oder fahrerlaubnisbezogene Maßnahmen von Gerichten, Bußgeld- und Fahrerlaubnisbehörden ein. Das sind 2,5 Prozent mehr als im Jahr 2006. Der Bestand der Verkehrssünder nahm um 2,7 % auf 8,63 Mio. Personen zu.
Ein Fünftel der im Verkehrszentralregister eingetragenen Personen hat in Flensburg ein punktefreies Konto. Zu dieser Gruppe zählen Personen, denen die Fahrerlaubnis entzogen ist oder die nach anschließender Neuerteilung nicht wieder aufgefallen sind, außerdem Bundesbürger, die nie eine Fahrerlaubnis hatten und dennoch verkehrsauffällig wurden. Auch sind Personen registriert, die etwa aus Altersgründen ihren Führerschein freiwillig abgegeben haben. Von der deutschen Gesamtbevölkerung ist mit 8, 63 Mio. rund jeder zehnte Bürger in Flensburg eingetragen, davon ohne Punkte 1,67 Millionen. 74,4 Prozent der registrierten Punktesünder hatten 1 bis 7 Punkte auf dem Konto, 4,7 Prozent von ihnen 8 bis 13 Punkte und 0,8 Prozent sogar 14 und mehr Punkte.
Männer dominieren die Verkehrssünderkartei
Mit einem Anteil von 79,1 Prozent wird das Register stark von männlichen Verkehrssündern dominiert. Bei Geschwindigkeitsdelikten sind beide Geschlechter fast gleich stark mit jeweils rund 58 Prozent der Gesamtdelikte betroffen, Fahren unter Alkoholeinfluss ist mit 15 Prozent deutlich Sache der Männer. (Frauen 5,9 Prozent), bei Vorfahrtverletzungen haben hingegen Frauen mit 16,6 Prozent Anteil im Vergleich zu den Männern, bei denen es 10,4 Prozent sind, deutlich die Nase vorn.
Alkohol und Drogen am Steuer
Die Alkoholverstöße sanken insgesamt um 1,5 Prozent, während Delikte im Zusammenhang mit der Einnahme von Drogen wie Cannabis, Heroin, Amphetaminen oder Medikamenten ohne Alkoholmissbrauch um 0,7 Prozent auf einen Anteil von 12,4 Prozentan der gesamten Alkohol- und Drogenstatistik anstiegen.
Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung
Seit dem 01. April 2004 wird das Telefonieren mit Handy ohne Freisprechanlage während der Fahrt mit 40 Euro und einem Punkt im Verkehrszentralregister geahndet. Im Jahr 2007 wuchs die Zahl dieser Verstöße um 15 Prozent auf 392.000.
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