Unfallrisiko verdoppelt sich alle fünf Stundenkilometer
Rund 5.000 Menschen sterben pro Jahr auf Deutschlands Straßen. Dieser Wert ist zwar ein Rekordtief. Doch jedes Opfer ist eines zu viel. Würden mehr Kraftfahrer langsamer fahren, wären viele Menschenleben nicht gefährdet. Denn zu hohe Geschwindigkeit ist die Unfallursache Nummer eins in Deutschland.
Der Zusammenhang von Geschwindigkeit und Unfallrisiko wurde erneut auf einem Seminar des Deutschen Verkehrssicherheitsrates deutlich gemacht. Ab einer Geschwindigkeit von 60 km/h verdoppelt sich das Unfallrisiko alle 5 Stundenkilometer. Bei 70 km/h ist das Unfallrisiko also gleich vier Mal so hoch wie bei 60 km/h. Auch gute Fahrer haben bei höheren Geschwindigkeiten weniger Zeit zum Wahrnehmen, Planen und Reagieren. Tödliche Fehlentscheidungen sind mitunter die Konsequenz.
Laut einer Studie aus dem Jahr 2006 passieren allein 18,6 Prozent aller Unfälle durch “Abkommen von der Straße”. 18,8 Prozent aller schweren Unfälle werden durch Auffahren verursacht. Dabei verfügen viele Kraftfahrzeuge über Systeme, die den Fahrer vor überhöhter Geschwindigkeit warnen. Doch Versuchsläufe haben gezeigt, dass diese Warnsysteme häufig von Fahrern abgeschaltet werden.
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