Europäische Studie zeigt: Das Auto ist nicht mehr der Deutschen Liebling
Am Vorurteil, die Deutschen würden ein inniges Verhältnis zu ihrem Auto pflegen, scheint wenig dran – zumindest, wenn man nach der Studie “Observatory of lifetyles trends in travel and transports” geht, die das Meinungsforschungsinstitut OpinionWay im Auftrag von Europcar durchgeführt hat. Im Juni 2008 wurden europaweit 5.342 Personen, davon 1.025 in Deutschland, über ihre Reise- und Mobilitätsbedürfnisse befragt. Erstaunliches Ergebnis: Nur 77 Prozent der Deutschen besitzen überhaupt ein Auto – die Europaquote liegt bei 85 Prozent.
Deutsche Autobesitzer scheinen auch eher bereit zu sein, ihr Auto aufzugeben und alternative Mobilitätsangebote, wie zum Beispiel Mietwagen, zu nutzen, als ihre europäischen Nachbarn: 18 Prozent der Deutschen erwägen einen solchen Wechsel und nur 14 Prozent der Europäer. Innerhalb der deutschen Bevölkerung sind insbesondere junge, gut verdienende Männer, die in Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern leben, zur Aufgabe des eigenen Wagens bereit. Auch Personen, die bereits Erfahrungen mit Mietwagen gesammelt haben, zeigten sich aufgeschlossen gegenüber einem Wechsel des persönlichen Mobilitätskonzeptes. Die Erwartung, dass der Verzicht auf ein eigenes Auto Kosten spart, ist dabei besonders hoch.
66 Prozent der Deutschen haben – gegenüber 62 Prozent der Europäer – schon einmal einen Mietwagen genutzt. 75 Prozent der europäischen und sogar 87 Prozent der deutschen Fahrberechtigten gehen davon aus, in naher Zukunft einen Mietwagen zu nutzen. Dabei geben 44 Prozent der Deutschen an, für ein umweltfreundlicheres Mietauto einen höheren Preis bezahlen zu wollen. Mit 38 Prozent ist das Umweltbewusstsein in Europa weniger stark ausgeprägt.
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