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7th Januar 2009

Winterdiesel von der Tankstelle benötigt keinen Fließverbesserer

posted in Auto im Winter, Kraftstoffe / Tanken |


Die kalte Jahreszeit macht Dieselfahrern zu schaffen. Die wachsähnlichen Paraffine des Dieselkraftstoffs neigen nämlich bei Temperaturen unter null Grad Celsius zum Ausflocken. Verwenden Sie , haben sie allerdings keine Beeinträchtigungen zu fürchten.

“Kein Grund zur Besorgnis”, beruhigt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte des TÜV Rheinland. “Die Bildung der kleinen Kristalle ist bei frostigen Temperaturen völlig normal. Bis minus 22 Grad können sie nicht zu dicken Brocken zusammenkleben und der Sprit fließt ganz normal weiter.” Verantwortlich für den problemlosen Betrieb ist der so genannte Winterdiesel, den es in der Regel ab Oktober an den Tankstellen gibt. Die dem Kraftstoff beigefügten Zusätze verhindern den Ausfall von Paraffin-Partikeln, die sonst den Kraftstoffhauptfilter in der Kraftstoffleitung verstopfen. Im Winter mischen Mineralölkonzerne ihren Kraftstoffen solche bei, so dass Winterdiesel über genau die Wirkstoffqualität für den optimalen Betrieb verfügt. Wer also sein Dieselfahrzeug für Schnee und Frost präparieren und den richtigen “Saft” an Bord haben will, muss nur eine Tankstelle ansteuern.

Fällt die Temperatur allerdings unter minus 22 Grad Celsius, helfen die Zusätze nicht mehr. Dann wird der Diesel zu einer zähen Masse, die kein Motor verbrennen kann. In diesem seltenen Fall heißt es warten und den Treibstoff, wenn möglich, in einer geheizten Garage wieder auftauen lassen. Von Hausmitteln wie ein wenig Benzin oder Petroleum die Finger lassen! Moderne Common Rail- oder Pumpe-Düse-Selbstzünder reagieren darauf extrem allergisch – bis hin zum endgültigen Totalausfall der Einspritzpumpe. Dadurch wird ein Fahren unmöglich. Moderne Fahrzeuge verfügen über eine Kraftstoffvorwärmung, die die Parafinbildung im Kraftstoff verhindert. “Und auf keinen Fall den Tank zum Beispiel mit einem Gasbrenner erwärmen”, warnt Fachmann Sander. “Im schlimmsten Fall explodiert er nämlich durch diese Spezialbehandlung.”

Quelle: http://www.tuv.com/

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