Erfahren Sie hier mehr zur Umweltzone
Seit wann gibt es die Umweltzone?
Seit März 2007 gibt es in Deutschland eine Regelung, die es erlaubt, in Städten eine sogenannte Umweltzone einzurichten beziehungsweise auch mehrere solcher Umweltzonen. Innerhalb dieser Zonen können Maßnahmen ergriffen werden, die eine Verbesserung der Luftqualität erwirken können. Hierunter fallen zum Beispiel auch Verkehrsbeschränkungen. Diese Schritte wurden nötig, da die seit 2005 geltenden Grenzwerte für Feinstaub in stark befahrenen Gebieten Jahr für Jahr überschritten wurden. Eine Umweltzone soll dazu beitragen, die gesundheitsgefährdenden Feinstaub-Emissionen wirksam einzudämmen. Alle deutschen Kommunen dürfen eine solche Umweltzone in Ballungszentren einrichten, um dort die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Fahrzeuge, die nicht den nötigen Standards entsprechen, dürfen in die Umweltzone nicht einfahren.
Die Richtlinien einer Umweltzone für Fahrzeuge
Noch bevor Umweltzonen eingerichtet wurden, wurden für alle PKWs und LKWs insgesamt vier Schadstoffklassen erstellt. Drei von diesen Gruppen werden durch die sogenannten Feinstaubplaketten gekennzeichnet, die gut sichtbar an der Frontscheibe platziert werden muss, um in eine Umweltzone einfahren zu dürfen. Es gibt grüne, gelbe und rote Plaketten, wobei grüne die niedrigste Schadstoffklasse kennzeichnen, rote Plaketten hingegen die höchste. In die Umweltzone einfahren dürfen in der Anfangszeit des Projekts Umweltzone noch Fahrzeuge aller drei Schadstoffklassen. Ein Stufenplan sieht jedoch eine Ausweitung des Fahrverbots in zeitlichem Rhythmus vor, sodass nach der ersten Stufe in einer Stufe auch die Fahrzeuge mit roten Plaketten und in einer dritten Stufe auch die Fahrzeuge mit gelben Plaketten von einem Fahrverbot in der Umweltzone betroffen sein werden.
Die Umweltzone: Pro und Contra
Die Umweltzone ist ein noch immer viel diskutiertes Thema in Deutschland. Widmet man sich zuerst den Gründen für eine solche Umweltzone, kommt man nicht an dem Argument vorbei, dass EU-Studien zufolge jährlich rund 65.000 Menschen in der Europäischen Union vorzeitig durch die Folgen von Feinstaub sterben. Die Umweltzone soll die Belastung durch Feinstaub lokal senken. Dies habe nach einer Studie des Münchener Helmholtz-Zentrums auch funktioniert. Dank der Umweltzone habe sich die Feinstaubmenge an stark verkehrsbelasteten Straßen um deutliche 10 Prozent verringert. Gegen die Umweltzone sprechen hingegen ebenfalls einige Argumente. Viele sind der Auffassung, dass bei der Einrichtung einer Umweltzone Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis stünden. Zudem würden so viele Ausnahmeregelungen erlassen, dass sowieso alles beim Alten bleibe. Es bleibt auch die Frage, ob durch die Umweltzone das Problem des Feinstaubs nicht lediglich an andere Standorte verlagert wird. Bilden Sie sich selbst eine Meinung und informieren Sie sich online.
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