General Motors vor und nach der Krise
Die Gründungsgeschichte von General Motors
General Motors wurde 1908 von William C. Durant gegründet. Dieser erwarb noch im selben Jahr die Firmen Buick und Oldsmobile. In den 20er- und 30er-Jahren übernahm General Motors die Firma Yellow Coach, half beim Aufbau der bekannten Fernbuslinien von Greyhound und ersetzte die Überlandstraßenbahnen durch praktischere Busse. Während des Zweiten Weltkriegs belieferte General Motors sowohl die Alliierten wie auch die Gegenseite und bildete somit allein ein Zehntel der amerikanischen Rüstungsproduktion. Nach Kriegsende forderte General Motors Reparationszahlungen von der amerikanischen Regierung, da die in Deutschland angesiedelten Fabriken durch Angriffe der Alliierten beschädigt worden waren. Von 1931 bis 2007 war General Motors nach Verkaufszahlen weltgrößter Automobilhersteller, fiel 2008 jedoch hinter Toyota zurück. Der Konzern produziert neben Kraftfahrzeugen auch Fahrzeugkomponenten. Bis 2006 bot er über seine Tochtergesellschaft GMAC außerdem Finanzdienstleistungen an.
Die Insolvenz von General Motors 2009
Im Jahr 2007 musste General Motors den größten finanziellen Verlust seiner bisherigen Geschichte hinnehmen. In seiner Bilanz wies der Konzern eine Verschuldung von über 185 Milliarden und eine Überschuldung von 37 Milliarden US-Dollar aus. General Motors begründete diesen herben Rückschlag mit drastisch gestiegenen Benzinpreisen und dem dadurch bedingten Verkaufseinbruch bei SUVs, Vans und Pickups sowie Ende 2008 mit allgemeiner Kaufzurückhaltung und kaum zu bekommende Krediten für Konsumenten aufgrund der Finanzkrise. Seit 2008 drohte General Motors die Insolvenz, nach eigenen Angaben reichte die Liquidität nur bis zum Jahresende 2008. Im Juni 2009 musste General Motors fast 101 Jahre nach seiner Gründung Insolvenz anmelden. Das Verfahren sollte innerhalb von drei Monaten abgewickelt werden, war aber bereits nach 40 Tagen abgeschlossen.
General Motors nach der Insolvenz
Nur wenige Monate nach dem Insolvenzverfahren ist General Motors anscheinend wieder erstarkt. Der Konzern möchte schon 2010 einen Teil der milliardenschweren Schulden an die US-Regierung zurückzahlen. Diese hatte General Motors mit einem Kredit von 50 Milliarden Dollar aus seiner Insolvenz gerettet. Im Gegenzug erhielt der Staat nach dem Insolvenzverfahren 61 Prozent der Unternehmensanteile. Zum Sanierungsprogramm General Motors gehört auch der Verkauf des schwedischen Tochterunternehmens Saab sowie die Umstrukturierung des deutschen Tochterunternehmens Opel. In ganz Europa sollen bei Opel knapp 9.000 Stellen abgebaut werden. Der Großteil diese Maßnahme von General Motors wird auf Deutschland und Belgien entfallen: Hier will das Unternehmen insgesamt 7.300 Stellen streichen.
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