TÜV Süd gibt Stau Tipps
Sicher und entspannt durch den Osterstau
Ende März beginnen in acht Bundesländern die Osterferien – lange Staus auf den Autobahnen sind zu erwarten, denn viele starten in den verdienten Osterurlaub. Wer mit dem Auto reisen möchte, kann im Vorfeld schon einiges beachten, um entweder erst gar nicht in den Stau zu geraten oder zumindest sicher und vorallem entspannt durch den Stau zu kommen.
Die Experten des TÜV Süd haben einige Tipps zusammen gestellt:
Die meisten Staus entstehen erfahrungsgemäß am und kurz vor dem Wochenende. Sie können bei der Buchung also schon darauf achten, dass Sie nicht unbedingt an einem Samstag anreisen. Wenn es möglich ist, auch an einem Dienstag oder Mittwoch einzuchecken, dann sollten Sie die Chance nutzen, denn statistisch gesehen sind der Dienstag und der Mittwoch die Tage mit der geringsten Verkehrsdichte.
Direkt vor der Fahrt sollten Sie Ihr Fahrzeug überprüfen: “Ganz wichtig ist, dass Reifen, Licht und Beladung gründlich gecheckt werden”, rät TÜV Süd Auto-Experte Philip Puls. Zu wenig Druck auf den Reifen ist der häufigste Grund für Reifenpannen, denn ein zu weing aufgepumpter Reifen kann sich unter der ungewohnten Last stärker erwärmen und platzen. Der richtige Luftdruck steht in der Betriebsanleitung des Autos. “0,2 bis 0,3 bar mehr schaden nicht”, rät der TÜV Süd. Sind der Wagen gepackt und der Reifendruck optimal kann die Fahrt beginnen.
Im Stau lauert die Gefahr hinten
Gerät man, trotz aller Planung, dennoch im Stau, helfen einige Tipps, gefährliche Situationen zu vermeiden und entspannt durch den Stau zu kommen. Nähert man sich einem Stauende, sollten Sie als Fahrer nicht nur die Fahrzeuge vor Ihnen, sondern vor allem die hinter Ihnen im Blick behalten, denn die größte Gefahr im Stau droht von den sich von hinten annähernden Autos. Lassen Sie das Fahrzeug in Richtung Stauende ausrollen und halten Sie einen Abstand von ein bis zwei Fahrzeuglängen zum Vordermann. “Am Stauende das Fahrzeug ganz leicht Richtung seitlicher Begrenzung orientieren, dazu einen ausreichenden Abstand zum Vordermann einhalten. Nur so hat man die Chance selbst zu reagieren, wenn sich von hinten ein Auto nähert, dessen Fahrer das Stauende möglicherweise übersehen hat”, rät Puls. Die Warnblickanlage einschalten, um den nachfolgenden Verkehr vor dem Stau zu warnen ist sicher eine sinnvolle Maßnahme. Tun Sie das aber wirklich nur, wenn sich vor Ihnen ein Stau bildet. Wer die Warnblicker einschaltet, sobald sich der Verkehr auf der Autobahn nur verlangsamt, kann die anderen Fahrer irritieren und den Verkehrsfluss stören.
Besonder wichtig ist es, eine Rettungsgasse für Polizei und Rettungsfahrzeuge frei zu lassen, damit diese schnell an den Unfallort oder das liegengebliebene Fahrzeug gelangen können. “Hier nicht entsprechend zu handeln, heißt Menschenleben zu riskieren”, betont Puls. Bei drei- und mehrspurigen Autobahnen muss die Rettungsgasse zwischen dem linken und dem zweiten Fahrstreifen von links gebildet werden. Unfallstellen sollen zügig und ohne abbremen passiert werden.
Das ständige Wechseln der Fahrspuren, in der Hoffnung auf der anderen Spur käme man schneller voran, wird von vielen Autofahrern und auch den Verkehrsexperten nicht gerne gesehen. Meist sorgt das sogenannte Kolonnenspringen nicht für ein schnelleres Vorankommen, dafür aber für ein gesteigertes Aggressionspotenzial. Im Stau ist es erlaubt, auf der rechten Fahrspur zu überholen. Läuft es rechts zweitweise besser, können Sie im Verkehr mit schwimmen, obwohl Sie dabei Fahrzeuge auf der linken Spur überholen. Die Standspur ist allerdings tabu – auch wenn Sie sie nutzen möchten, um zur nächsten Ausfahrt zu gelangen. Sie darf nur auf polizeiliche Anweisung oder bei entsprechender Beschilderung als Fahrstreifen genutzt werden.
Im Stau ist Geduld gefragt
Das Ausfahren nützt meist sowieso wenig. Wenn es sich um eine längere Sperrung, zum Beispiel wegen eines Unfalls, handelt, sind die Nebenstrecken durch ihre geringe Aufnahmefähigkeit und Ortsdurchfahrten oft mindestens genauso verstopft wie die Autobahn. Der Tipp des TÜV Süd Experten: “Hier hilft also nur Geduld, eine gute Verpflegung und vor allem wenn Kinder mit im Auto sind: ein paar Spiele zum Zeitvertreib.”
Weitere Informationen für Autofahrer unter www.tuev-sued.de
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