20th
August
2008
In 10 bis 20 Jahren werden ein indischer und zwei chinesische Autobauer neben Toyota, Hyundai Kia, Volkswagen, GM und Ford zu den dominierenden Herstellern der Welt gehören. Dies mutmaßt zumindest Branchenkenner Ralf Kalmbach von der Unternehmensberatung Roland Berger. Im Interview mit dem Technologiemagazin “Technology Review” (Ausgabe 9/2008) stellt er außerdem die These auf, dass der Autokonzern Chrysler in den nächsten Jahren verschwunden sein wird.
Mit dem Eintritt von Herstellern aus Entwicklungsländern in den Automobilbau hat sich die Branche grundlegend verändert. Der indische Autohersteller Tata zeigt mit seinem Nano, dass ein Auto mit überschaubarer Grundfunktionalität und wenig Komfort nur 1700 Euro kosten muss. Produktionskosten spart Tata durch den Einsatz von einfacher Technik. Zudem greift das Unternehmen ausschließlich auf Komponenten zu, die von Zulieferern entwickelt wurden. Allerdings gibt es bei der Sicherheit große Abstriche. “Ein Tata Nano ersetzt ja nicht einen VW Polo, sondern ein Zwei- oder Dreirad.”, argumentiert Ralf Kalmbach.
Die Kosteneffizienz des indischen Herstellers hat Konsequenzen für die etablierte Autoindustrie. Viele Kunden sind nicht mehr bereit, eine hohe Summe für ein Auto zu zahlen. “In der Vergangenheit wurden zwar die Zulieferer geknebelt, aber der Gesamtprozess nicht optimiert. Jetzt können die etablierten Hersteller von den Billigproduzenten lernen, dass sie nicht mehr alles neu machen müssen – stattdessen können sie Standards übernehmen und dort Ressourcen einsparen, wo ohnehin ein Zulieferer die Entwicklung macht.”
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19th
August
2008
Rund 5.000 Menschen sterben pro Jahr auf Deutschlands Straßen. Dieser Wert ist zwar ein Rekordtief. Doch jedes Opfer ist eines zu viel. Würden mehr Kraftfahrer langsamer fahren, wären viele Menschenleben nicht gefährdet. Denn zu hohe Geschwindigkeit ist die Unfallursache Nummer eins in Deutschland.
Der Zusammenhang von Geschwindigkeit und Unfallrisiko wurde erneut auf einem Seminar des Deutschen Verkehrssicherheitsrates deutlich gemacht. Ab einer Geschwindigkeit von 60 km/h verdoppelt sich das Unfallrisiko alle 5 Stundenkilometer. Bei 70 km/h ist das Unfallrisiko also gleich vier Mal so hoch wie bei 60 km/h. Auch gute Fahrer haben bei höheren Geschwindigkeiten weniger Zeit zum Wahrnehmen, Planen und Reagieren. Tödliche Fehlentscheidungen sind mitunter die Konsequenz.
Laut einer Studie aus dem Jahr 2006 passieren allein 18,6 Prozent aller Unfälle durch “Abkommen von der Straße”. 18,8 Prozent aller schweren Unfälle werden durch Auffahren verursacht. Dabei verfügen viele Kraftfahrzeuge über Systeme, die den Fahrer vor überhöhter Geschwindigkeit warnen. Doch Versuchsläufe haben gezeigt, dass diese Warnsysteme häufig von Fahrern abgeschaltet werden.
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7th
August
2008
Mit bisher 9.263 Neuzulassungen im laufenden Jahr hat sich der Peugeot 207 CC erstmals an die Spitze des Cabrio-Segments in Deutschland gesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbuchte das Coupe-Cabriolet ein Plus an Zulassungen von 5,4 Prozent. Innerhalb des deutschen Cabrio-Segments, in dem zahlreiche neue Modelle um die Gunst der Käuferschaft buhlen, erreichte der 207 CC einen Marktanteil von beinahe 10 Prozent.
Peugeot profitiert weiterhin von der deutlich steigenden Nachfrage nach Kleinwagen. Die gesamte Baureihe 207 – bestehend aus 207 Limousine, 207 CC sowie dem Kombi 207 SW – erzielte bis Ende Juli 29.737 Neuzulassungen. Dies entspricht einem Zuwachs von 22,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Unter den Volumenmodellen seines Segments bleibt der 207 damit der mit Abstand wachstumsstärkste Kleinwagen.
Bereits Ende Juni hatte der 207 sein bestes Halbjahresergebnis seit der Markteinführung 2006 erreicht und war schon im April und Mai Deutschlands meistverkauftes Importauto.
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6th
August
2008
In den letzten 18 Monaten wurden in Deutschland 1,858 Millionen neue PKWs von privaten Käufern zugelassen. Deren Daten hat das Institut CAR der Fachhochschule Gelsenkirchen nach dem durchschnittlichen Alter der Käufer ausgewertet und kam zu interessanten Ergebnissen: Im Seat Leon sitzen die jüngsten Käufer (40,7 Jahre), im Lexus RX die ältesten (63,1 Jahre).
Das Durchschnittsalter der weiblichen Neuwagenkäufer beträgt 46,8 Jahre, die männlichen Neuwagenkäufer sind im Durchschnitt 51,4 Jahre alt. Der Durchschnittskäufer von Neuwagen bringt es auf stolze 50,1 Jahre. Besonders deutlich belegt den Alterungsprozess folgende Kennzahl: 9,3 Prozent (172.319) aller Neuwagen-Zulassungen im Beobachtungszeitraum wurden von Fahrzeughaltern vorgenommen, die über 70 Jahre sind.
Die “Alten” kaufen entweder “konservativ teuer”, zum Beispiel Lexus, Jaguar und Mercedes, oder “hochgebaute, bequeme Autos”, wie den Opel Mervia, Nissan Tiida, Golf Plus und Ford Fusion. Mercedes B-Klasse, BMW und Audi sind in dieser Altersklasse seltener zu finden. Junge Neuwagenkäufer fahren gerne sportlich: Lamborghini, Mini, Ford Mustang, Mazda RX-8 stehen bei ihnen hoch im Kurs. Auf der anderen Seite kaufen sie aber auch gerne Kleinwagen, wie den Fiat 500 oder Citroen C2.
Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.
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24th
Juli
2008
Laut dem Statistischen Bundesamt ging die Zahl der Verkehrstoten im Mai 2008 gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück. In diesem Monat kamen bundesweit 432 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben. Das waren 11 Prozent oder 54 Personen weniger als im Mai 2007. Auch die Zahl der Verletzten ist um 3 Prozent auf 39.700 gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken.
Im Mai 2008 hat die Polizei in Deutschland rund 196.600 Straßenverkehrsunfälle aufgenommen – 4,8 Prozent weniger als im Mai 2007. Dabei ist die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 2,1 Prozent auf 31.600 und die Zahl der Unfälle, bei denen es ausschließlich zu Sachschaden kam, um 5,3 Prozent auf 165.000 zurückgegangen.
In den Monaten Januar bis Mai 2008 erfasste die Polizei insgesamt 918.300 Straßenverkehrsunfälle, was einem Rückgang um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Darunter waren 121.800 Unfälle mit Personenschaden (- 8,2 Prozent) und 796.600 Unfälle ausschließlich mit Sachschaden (- 1,7 Prozent). Bei Straßenverkehrsunfällen wurden in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 1.768 Personen getötet – dies sind 253 bzw. 13 Prozent weniger als in den ersten fünf Monaten des vergangenen Jahres. Die Zahl der Verletzten sank in diesem Zeitraum um 8,4 Prozent auf rund 155.900.
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8th
Juli
2008
Das Center of Automotive der Fachhochschule Bergisch Gladbach prognostiziert, dass die Anzahl der PKW-Verkäufe in Deutschland in den nächsten Jahren spürbar abnehmen wird. Bereits jetzt wird deutlich, dass die Bedeutung der “alten Märkte” (USA, Westeuropa und Japan) abnimmt. Im Jahre 2000 verbuchten diese PKW-Märkte noch 78 Prozent des Welt-PKW-Marktes. 2007 waren es noch 64 Prozent. 2015 wird dieser Anteil vermutlich nur noch 55 Prozent betragen.
Neue Märkte wie Asien, Südamerika und Osteuropa werden zunehmend an Bedeutung gewinnen, weil globale Hersteller planen vorwiegend in diesen Märkten ihre Fahrzeuge abzusetzen. So ist im vergangenen Jahr China bereits zum zweitgrößten PKW-Markt der Welt aufgestiegen.
Der allgemeine relative Wohlstandsverlust und der stagnierende Konsum leisten ebenso ihren Beitrag zu dieser Entwicklung. Auch der spürbare Anstieg der Mobilitätskosten trägt eine wichtige Rolle. Deutsche Autohäuser werden sich mittelfristig neu orientieren müssen, um auf dem deutschen Markt überleben zu können.
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